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ESB-Brief 2/2006
20.9.2006

Liebe Eltern

Vor gut einer Woche sind die Schülerinnen und Schüler aus ihren langen Sommerferien an die Schule zurückgekehrt. Es war ein fröhlicher erster Schultag, auch wenn sich der Traum vom neuen Schulhaus schlussendlich nicht wie vorgesehen erfüllte.

Bauarbeiten
Während der Sommerferien hatten wir in den beiden bestehenden Schulhäusern intensive Bauarbeiten. In allen Räumen wurden Sprinkleranlagen installiert und die Gänge mit massiven Metalltüren in einzelne Brandabschnitte unterteilt. Damit ist die Schule wieder auf dem aktuellen Stand der Brandschutzvorschriften, was die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht. Im Zuge dieser Arbeiten haben wir das Schulhaus Brusi innen komplett neu gestrichen. Die Sekundarschüler sind nun die ersten mit einem ’neuen˜ Schulhaus und sie wissen es zu schätzen. Im Kindergarten und der Primarschule wurden ebenfalls einzelne Zimmer renoviert und der Eingangsbereich der Schule mit einer neuen Decke versehen.
Lange durften wir damit rechnen, dass wir das ehrgeizige Ziel, das neue Schulhaus innerhalb von 13 Monaten fertigzustellen, erreichen würden. Die Baufirma hatte auch während des Monates August, dem für Spanien traditionellen Ferienmonat, zusätzliche Handwerker auf der Baustelle. Es sind dann aber v offenbar auch unter dem Druck des nahenden Übergabetermines - einige Fehler passiert, so dass wir uns zwischen der Einhaltung des Zeitplanes und einer guten Bauqualität entscheiden mussten. Für die Verzögerungen sind in erster Linie Mängel bei der Fassadenfabrikation verantwortlich. Diese entsprach nicht den in den Verträgen festgelegten Qualitätsansprüchen und muss verbessert werden. Mit den verantwortlichen Unternehmen legen wir im Moment das weitere Vorgehen fest, um die Arbeiten möglichst rasch abschliessen zu können. Der Unterricht läuft vorderhand gemäss unseren vorsorglich getroffenen Massnahmen wie im letzten Schuljahr weiter. Dabei durften wir wiederum auf die Zusammenarbeit mit der Direktion des Institut Nord-americà (IEN) zählen. Im Unterschied zum letzten Kurs hat die Schule allerdings wieder praktisch den ganzen Innenhof zur Verfügung, nachdem letzten Samstag die letzte Baubaracke und der Kran demontiert und abtransportiert wurden. Zudem kann der Kindergarten bereits die ganze Dachterrasse benutzen.

Selectividad
Im letzten Elternbrief habe ich Sie über den Erfolg unserer beiden Abschlussklassen an der schweizerischen Maturprüfung orientieren dürfen. Unterdessen liegen auch die Resultate der spanischen Selectividad vor. Wie üblich haben alle Schülerinnen und Schüler auch diese Prüfung bestanden. Der Notendurchschnitt der Schweizerschule Barcelona hat sich auf einem erfreulich hohen Niveau stabilisiert. Vergleiche mit anderen Privatschulen und den öffentlichen Schulen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Umfragen unter den Schülerinnen und Schülern bestätigen uns zudem, dass diese aufgrund ihrer Prüfungsergebnisse jeweils bis auf wenige Ausnahmen Zugang zu ihrem in erster Priorität gewählten Universitätsstudium haben.
Immer wieder taucht die Frage auf, ob unsere Schülerinnen und Schüler beim Umrechnen vom schweizerischen ins spanische Notensystem benachteiligt werden. Ich kann Ihnen ohne Einschränkungen bestätigen, dass der spanische Staat die Auslandschulen durchwegs gleich behandelt wie seine eigenen Schulen.
Gemäss dem Zeitplan der Umsetzung des neuen spanischen Unterrichtsgesetzes (L.O.E: Ley Orgánica de Educación) werden die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse wie bis anhin auch im Jahre 2007 die Prüfungen der Selectividad ablegen.

Exkursionen und Lager
Wie jedes Jahr im Herbst verlassen unsere Schülerinnen und Schüler im September oder Oktober für einen oder gar mehrere Tage ihre Klassenzimmer. Die 7. und 9. Klassen machen ein dreitägiges Lager, um sich innerhalb der neuen Klasse besser kennenzulernen. Die übrigen gehen auf eine eintägige Schulreise. Wir wissen, dass viele Schulen wegen der grossen Verantwortung keine Exkursionen mehr durchführen. Solche Anlässe sind aber für Ihre Kinder wichtige Gemeinschaftserlebnisse. Dabei lernen sie die Natur und Kultur ihrer näheren Heimat kennen, was durch keine Schulstunde ersetzt werden kann. Wir bereiten diese Anlässe jeweils gewissenhaft vor und sind dankbar dafür, dass unsere Lehrkräfte weiterhin bereit sind, diese Verantwortung zu tragen. Es freut mich, dass Sie als Eltern diese Anlässe ebenfalls unterstützen.

Toni Wunderlin
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